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Jedes Jahr im Frühjahr treffen sich kfd-Frauen aus ganz Deutschland zu den Ora-et- Labora Tagen im Kloster St. Marien zu Helfta, einer Veranstaltung, die vom kfd-Bundesverband unterstützt wird. Für vier Tage lassen sich die etwa 20 Teilnehmerinnen auf den Rhythmus von Beten und Arbeiten ein. Die Arbeit im Lebendigen Labyrinth der kfd wird von vier Gebetseinheiten unterbrochen, die in diesem Jahr unter dem Thema: "Für einen Augenblick aufhören und lauschen." standen. Die Komplet wird gemeinsam mit den Schwestern des Konvents gebetet. Zur Freude von Hildegard Elbe, die sich das ganze Jahr über um die Pflege des Labyrinths bemüht, konnten ihr die Teilnehmerinnen einen großen Teil der Frühjahrspflege abnehmen.
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Auch in diesem Jahr mussten einige Leibräume repariert oder erneuert werden. Nach und nach werden die Weiden durch Hainbuchen ersetzt, so auch am großen Leibraum in der Mitte des Labyrinthes. Das ist mit relativ hohen Kosten verbunden. Umso mehr freuen wir uns über einige Spenden, zum Beispiel von der langjährigen Berliner kfd-Diözesansprecherin Gerlinde Maus. Sie wünschte sich zu ihrem Jubiläumsgeburtstag statt Geschenken Spenden für das Labyrinth. Über 400 EUR kamen so zusammen, für die wir sehr herzlich danken! _________________________________________________________________________________________________
Im September 2010 feierte die kfd in den ostdeutschen Bistümern ihr 20-jähriges Bestehen im Kloster Helfta. Fast hundert Gäste aus allen Teilen Deutschlands folgten der Einladung der fünf kfd-Diözesanverbände, die inzwischen auf diesem Territorium aktiv sind.
Zu einem der erfolgreichsten Projekte der Jubiläumsgeschichte gehört mit Sicherheit das Lebendige Labyrinth der kfd im Klostergarten. So war es ein besonderes Geschenk für alle TeilnehmerInnen, dass die Abschlussandacht bei strahlendem Sonnenschein im schon herbstlich anmutenden Labyrinth stattfinden konnte. Auch hier sorgte Astrid Herrmann mit ihren Frauen für eine gelungene musikalische Umrahmung. Die Kollekte des Festgottesdienstes erbrachte 400 EUR und ist dem Erhalt und Pflege des Lebendigen Labyrinthes gewidmet. Ein herzliches Dankeschön allen SpenderInnen!
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Mitglieder der Trägergemeinschaft bei der Arbeit im Labyrinth. Im März 2010 lud die Trägergemeinschaft Lebendiges Labyrinth zu ihrer jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung nach Helfta ein. So stand auch ein Gespräch mit der neuen Priorin adm. des Klosters St. Marien zu Helfta Mutter Agnes Fabianek auf der Tagesordnung. Sie betonte, dass sie das Labyrinth der kfd als einen wunderbaren Ort wahrnimmt, der zu einem wichtigen Anziehungspunkt für viele BesucherInnen des Klosters geworden ist. Das erfüllt sie und ihren Konvent mit großer Freude. So würdigte sie auch den immensen Arbeitsaufwand der kfd-Frauen, die mit ihrem Einsatz im Labyrinth dafür sorgen, dass es in dieser Schönheit erhalten bleibt. Eine gute Zusammenarbeit mit der kfd und den Mitgliedern der Trägergemeinschaft sind ihr ein wichtiges Anliegen, was die Äbtissin bereits bei einem Besuch der kfd-Bundesvorsitzenden Maria Theresia Opladen im Sommer letzten Jahres in Helfta betonte. Der Sitzung folgten zwei Tage praktische Arbeit im Labyrinth. Da die nächsten Ora-et-Labora-Tage der kfd erst im Herbst dieses Jahres stattfinden, wollten die Mitglieder der Trägergeneinschaft Frau Elbe wenigstens einen Teil der nötigen Frühjahrspflege abnehmen. Tatkräftige Unterstützung leisteten auch kfd-Frauen aus dem Bistum Speyer, die zur gleichen Zeit in Helfta waren. Frau Lydia Böhm, verantwortliche kfd-Frau aus Mülheim Kärlich hat anlässlich ihres runden Geburtstages statt Geschenken um Spenden für das Lebendige Labyrinth gebeten. 500 EUR kamen so zusammenen, dafür herzlichen Dank. Trotz des beachtlichen ehrenamtlichen Einsatzes vieler Frauen, bleibt die finanzielle Unterstützung durch Spenden weiter unerlässlich. So mussten zum Beispiel in diesem Jahr zwei Leibräume durch Birgit Cauer repariert und zwei weitere erneuert werden. Der Weg im Labyrinth hat einen einen neuen Splittauftrag bekommen. Doch jetzt darf die Natur für das nötige Blühen und Grünen sorgen. |
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Nun grünt und blüht es wieder im Labyrinth und für viele BesucherInnen des Klosters gehört auch ein Gang durch das Lebendige Labyrinth im Klostergarten einfach dazu. Mit einem nicht unerheblichen Teil werden der Erhalt und die Pflege des Labyrinthes aber auch aus Erlösen des Verkaufs von Labyrinth-Artikeln finanziert. Zu erwerben sind diese vor Ort oder können über "Labyrinthartikel" auf dieser Homepage im Internet bzw. über Fax bestellt werden.
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Wünsche
Zur Einweihung des Lebendigen Labyrinthes wurden sieben verschiedene Wünsche
ausgesprochen. Einige davon können Sie hier lesen:
von Äbtissin Assumpta Schenkl aus der Perspektive des Klosters
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Dass in Helfta jetzt ein Lebendiges Labyrinth gibt, ist für unser Kloster St. Marien eine große Bereicherung. Denn im 13. Jahrhundert, als die Mystikerinnen Mechthild von Magdeburg, Mechthild von Hackeborn und Gertrud von Helfta hier gelebt haben, stand die Labyrinth-Kunst in ihrer Blütezeit. Unser Labyrinth knüpft an diese geistliche Tradition der Gotik an und eröffnet ihr neues Leben. von Magdalena Bogner aus der Perspektive der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands "Frauen auf dem Weg", der Titel eines Liedes, das seit vielen Jahren von kfd-Frauen bundesweit immer wieder gesungen wird. Es bringt zum Ausdruck, was die kfd prägt. Dort heißt es, Frauen teilen miteinander Last und Trauer, Weite und Mut, Kraft und Glauben, weil sie aus der Hoffnung auf den Gott leben, der mit ihnen auf dem Weg des Lebens ist. Möge dieses Lebendige Labyrinth für viele kfd-Frauen erfahrbar machen, dass alles Handeln – gesellschaftliches und kirchliches Engagement – seine Wurzeln in der Mitte des Lebens, in Gott hat und dass es seine Kraft aus dieser Mitte bezieht. Für diejenigen, die sich mit dem Gang durchs Labyrinth dem Weg von außen nach innen anvertrauen, die in die Mitte eintauchen und die sich wieder neu dem Außen zuwenden, vermag dieser Gang heilende Kräfte zu entwickeln. Möge dieses Lebendige Labyrinth darüber hinaus ein Zeichen dafür sein, dass die kfd ein Ort für Frauen ist, wo Glauben und Handeln, Innen und Außen, Gottverbundenheit und Weltverantwortung untrennbar zusammengehören. von Birgit Cauer aus der Perspektive der Künstlerin Mit der Fertigstellung des Lebendigen Labyrinths am 16. Juni 2007 ist für mich eine Vision von einem skulptural empfundenen Raumkonzept – von der Idee bis zur Vollendung – wahr geworden: Ich habe den, mir zur Verfügung stehenden, Raum im Klostergarten in einen atmosphärischen Ort der Begegnung verwandelt. Das empfinde ich nicht nur für das Kloster Helfta und die kfd als bedeutsames Ereignis, sondern es ist auch ein wichtiger Meilenstein innerhalb meines künstlerischen Schaffens. Kunstprojekte dieses Ausmaßes gelingen nur, wenn andere mit an die Vision glauben und tatkräftig mit daran arbeiten. An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei Dr. Hildegund Keul, Barbara Striegel, Magdalena Bogner –ohne sie hätte diese Vision nie realisiert werden können. Das ganze Labyrinth selbst ist eine große, duftende, farbige und sich verändernde Plastik. Das Zentrale Wesen des Labyrinthes sind jedoch die „Leibräume“ - jene floral-skulpturalen Figuren, die aus Weidenstecklingen geflochten wurden, in denen sich wuchernde Natur und Künstlichkeit vereinen. Hier ergibt sich für den Besucher die einzigartige Möglichkeit der Begegnung mit dem „Anderssein“ der Natur und gleichzeitig mit dem eigenen Leib, mit sich selbst. Das Labyrinth mit seinen „Leibräumen“ und der Bepflanzung betrachte ich nicht als eine Fortsetzung der Tradition herrschaftlicher Gärten, die ein Denkmal für die vollkommene Beherrschung der Natur darstellen. Vielmehr sehe ich in meiner Arbeit einen Spielraum zwischen dem Naturschönen und dem Schönen der Künste, das auch das Hässliche und Destruktive ins Spiel bringen kann. So wechseln hier Leben und Vergehen, wird Gegenwart im Hinblick auf Vergangenes belebt und weist in eine unbekannte Zukunft hinaus... Mein Wunsch für dieses lebendige Kunstwerk ist, dass die Besucher dessen spirituelle Dimension spüren und erfahren, dass es eine wachsende Brücke zwischen Kunst und Religion wird. Das Labyrinth soll zu einem Ort der Begegnung zwischen weltlichem und christlichem Glauben werden: Menschen aus dem Bereich der Kunst können mit dem christlichen Glauben in Berührung kommen und Gläubige einen Zugang zur zeitgenössischen Kunst finden. von PD Dr. Hildegund Keul aus der Perspektive der Mystik in Helfta Das Lebendige Labyrinth der kfd in Helfta hat viele Besonderheiten. Eine besteht darin, dass es zu jenem Kloster gehört, in dem die Mystikerinnen Mechthild von Magdeburg, Gertrud von Helfta und Mechthild von Hackeborn lebten. Damit ist dem Labyrinth ein inspirierendes Thema gesetzt: die Mystik der Frauen, die hier im 13. Jh. lebten. Mit der Mystik lädt das Labyrinth dazu ein, sich dem Geheimnis des Lebens auf die Spur zu machen. Schon sehr früh, nämlich 1999, als ich auf die Idee eines Labyrinthbaus in Helfta kam, war diese Idee mit der Frauenmystik verbunden. Ich stellte mir einen Ort vor, wo Menschen die Gedanken der Mystikerinnen mit auf dem Weg nehmen; wo sie mit der Mystik unterwegs sind auf den verschlungenen Pfaden, den weiten Bögen und engen Windungen, die im Labyrinth das Leben selbst symbolisieren. An einem solchen Ort hört man nicht nur einen Vortrag über die Mystik oder diskutiert über sie, sondern das, was die Mystik sagt, bringt in Bewegung – hier in ganz wörtlichem Sinn! und hat Zeit, durch den Körper zu gehen und Leib und Sinne zu berühren. Wenn man einen Wunsch hat, ist es gut, etwas dafür zu tun, dass dieser Wunsch in Erfüllung gehen kann. Darum habe ich heute einen Spruch der Mystik mitgebracht, zusammen mit dem Logo des Labyrinthes auf kleine Spruchkarten gedruckt. Ich lade Sie dazu ein, diesen Spruch mit auf Ihren Weg durchs Labyrinth zu nehmen. Selbstverständlich können Sie sich die Karte später auch ins Gebetbuch oder den Terminkalender legen. Er stammt von Gertrud von Helfta und ist eine spezielle Bitte um Frieden: „O Friede, sage mir doch noch ein einziges kleines Wort.“ Die Mystik ist eine der stärksten Friedenstraditionen des christlichen Abendlandes. Dies ist ein unschätzbarer Schatz, den es heute neu zu heben gilt. Für das Labyrinth wünsche ich, dass es ein Ort wird, der im Zeichen der Mystik steht – ein Ort, wo Menschen mit dem Geheimnis ihres Lebens in Berührung kommen und so fähig werden, Schritte des Friedens zu gehen. von Dr. Annette Schleinzer aus der Perspektive der Menschen, die das Labyrinth besuchen kommen Mein Wunsch ist es, dass die Menschen, die hier vorbeikommen, in diesem Labyrinth ein Bild ihres Lebens finden, zu dem sie tastend und ahnend unterwegs sind. Dass die Mitte des Labyrinths sie in ihre eigene Mitte führe; an einen Ort, an dem sie mit dem Geheimnis Gottes in Berührung kommen, an dem sie – vielleicht zum ersten Mal – Geschmack an Gott finden und dazu verlockt werden, dieser Spur weiter zu folgen. |